Was heute noch weh tut, läuft bald von ganz allein!

Eine kleine Geschichte: Man steht morgens auf und ist voller Motivation. Die Nacht war super, endlich mal wieder durchgeschlafen und die ersten Schritte sind super leicht. Man könnte Bäume ausreisen und natürlich nutzt man die Gunst der Stunde, um den Tag vorbildlich mit einem kleinen Läufchen zu starten.

Also, Schuhe und Klamotten an und ab vor die Tür. Hmm……es ist ein bisschen frisch heute und das Wetter ist doch nicht so schön, wie es gerade eben von drinnen noch ausgesehen hat. Die Motivation ist schon weniger geworden, aber man bekommt gerade noch die Kurve und beginnt zu laufen.

Nach wenigen Metern schießen einem folgende Gedanken durch den Kopf: „Scheiße, ist das heute schwer und gerade war doch alles so fluffig…“, „Hätte ich vielleicht vor dem Laufen nochmal aufs Klo gesollt?“, „Dachte gar nicht, dass es so kalt ist…“ …….die Motivation ist voll im Arsch, der Kopf beginnt den Körper zu schützen! Bloß kein Sport, das muss doch jetzt nicht sein. Alles weg und stattdessen wird schon wieder nach Ausreden gesucht, warum man heute vielleicht doch die Runde abkürzen sollte.

Der Traum „heute gehts“ ist vorbei und meistens somit auch der ganze Tag. Die erste Niederlage bestimmt den restlichen Tag und plötzlich ist alles wieder beim alten. Selbstbewusstsein im Arsch, Körper im Arsch, Ich im Arsch.

Ab nach Hause und wehe mich spricht jetzt noch einer an und sagt „Ach, schon wieder da, das war aber ne schnelle Runde, was ist passiert?“ Dann werde ich zum Mörder und werde mit dem Küchenmesser antworten.

Mal ganz ehrlich, wem ist es nicht schon so ergangen? Und warum gibt es Menschen, die morgens schon so gut gelaunt sind, weil sie laufen waren und erzählen im Büro auch noch von ihrem tollen Erlebnis, wie sie das Reh haben davon springen sehen und das es ein tolles Gefühl war und lauter so ein Scheiß. Warum sehe ich kein Reh? Oder warum komme ich erst überhaupt nicht in die Nähe eines Rehes? Weil ich durch meine Atmung die Tiere des Waldes schon Kilometer vorher warne. „Achtung Panzer im Anmarsch“ oder mein zarter Fußauftritt eher einem Dinosaurier gleicht.

Ich möchte auch Rehe sehen und dem Fuchs ein „Guten Morgen Fuchs“ entgegen rufen. Die blöde Kuh soll doch mit ihren Geschichten ein Buch verfassen und wegen ihrer Geschichten am Morgen, ist mein Tag noch schlimmer. Das Ende ist schon geschrieben bevor ich zu Hause bin. Chips und Schoki sind gekauft, Klamotten aufs Bett gehauen und ab auf die Couch…….Frust essen!

So oder so ähnlich geht es vielen Laufanfängern und ich kann euch auch sagen warum. Durch eine Schnapsidee hast du deinen Freunden von deinen Plänen erzählt und dank der sozialen Medien, weiß jetzt auch jeder Mensch auf diesem Planeten von deinem Vorhaben. Deine Freunde / Bekannten und Verwanden, Arbeitskollegen fragen dich ständig, wie es dir geht als „Läufer“. Sie erwarten Erfolgsgeschichten und natürlich nicht nur sie, sondern auch du erwartest einiges von dir. Mit deinem Druck könntest du ja umgehen aber jetzt bricht der ganze Druck deiner Community auf dich ein und du merkst nach deinem ersten „Lauf“ (eher ein Mix aus gehen und laufen), das du dir das alles einfacher vorgestellt hast.

Schuhe an und einfach los! Das war früher die Aussage vieler Leute und gerade „die Alten“, die heute noch nach dieser Methode laufen oder ihr Wissen verkaufen oder verteilen und fest daran glauben, sind nicht mehr up to date. Du kannst vieles, wenn nicht sogar alles, falsch machen, wenn du heute nach dieser Methode das Laufen anfangen möchtest. Es gibt zu viele neue Erkenntnisse, die diesem „Schuhe an und los“ widersprechen.

Was sollst du also tun, um den richtigen Start zu finden und nicht gleich demotiviert mit falschen Vorstellungen nach dem ersten „Gehversuch“ nach Hause zu kommen?

Tip1: Triff dich mit einem Lauftrainer / Sport- FitnessCoach und erzähle ihm von deinem Vorhaben

Tip 2: Triff eine Entscheidung und setze dir realistische Ziele (dabei wird dir dein Coach helfen).

Tip 3: Besuche einen Sportarzt und lass dich durch checken: Belastungs-EKG, Lungenfunktionstest, Blutbild

Tip 4: Erzähle keinem Menschen (außer deinem Freund / Freundin) von deinem Vorhaben und poste es schon gar nicht in den sozialen Medien.

Tip 5: Lass dir Zeit und setze dich nicht unter Druck. Kein Mensch, auch nicht derjenige, der heute 100 Kilometer am Stück läuft, hat mit 50 Kilometer begonnen, sondern auch er musste seinen Körper erst daran gewöhnen. Bei dem einen geht es schneller, bei dem anderen dauert es länger. GIB DIR ZEIT!

Du hast die Ratschläge befolgt und konntest schon erste Erfolge feiern?

Dann machen wir einen kleinen Sprung von 6 Wochen. Du hast mindestens 3x die Woche für 40 Minuten trainiert und durch kleine Verbesserungen in Zeit und KM, bist du schon im Stande, die 5 km Runde fast durchzulaufen. Starte jetzt einen Versuch! Beginne den nächsten Lauf ganz langsam, ich meine wirklich, ganz langsam und versuche die 5 km durchzulaufen. Du wirst es schaffen und voll motiviert nach Hause kommen.

Wenn es deinen Mitmenschen nicht schon aufgefallen ist, werden sie dich in den nächsten Tagen ansprechen, dass du abgenommen hast oder wenn das nicht dein Ziel ist, du besser aussiehst. Du wirst dich dadurch verändern, dass sich dein Körper strafft, du selbstbewusster wirst, du mehr lachst usw.

Erst dann kannst du von deiner Erfolgsgeschichte erzählen und dann wird dich die Reaktion deiner Mitmenschen weiter motivieren den nächsten Schritt, den nächsten Kilometer anzugehen und deine Ziele neu zu definieren.

Dann wird es nicht mehr weh tun, sondern Du wirst Freude am laufen haben!

Ich wünsche dir, dass du es schaffst, drücke alle Daumen und benutze bitte nicht das Wort „Schweinehund“, denn den gibt es genau so wenig wie schlechtes Wetter!

Dein Jo

Weitere Infos findest du unter jo-running.com


 

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